מְגִילָּה נִקְרֵאת בְּאַחַד עָשָׂר, בִּשְׁנֵים עָשָׂר, בִּשְׁלֹשָׁה עָשָׂר, בְּאַרְבָּעָה עָשָׂר, בַּחֲמִשָּׁה עָשָׂר. לֹא פָּחוֹת, וְלֹא יוֹתֵר. כְּרַכִּין הַמּוּקָּפִין חוֹמָה מִימוֹת יְהוֹשֻׁעַ בִּן נוּן — קוֹרִין בַּחֲמִשָּׁה עָשָׂר, כְּפָרִים וַעֲיָירוֹת גְּדוֹלוֹת — קוֹרִין בְּאַרְבָּעָה עָשָׂר, אֶלָּא שֶׁהַכְּפָרִים מַקְדִּימִין לְיוֹם הַכְּנִיסָה. i DIE ESTERROLLE WIRD AM ELFTEN, AM ZWÖLFTEN, AM DREIZEHNTEN, AM VIERZEHNTEN ODER AM FÜNFZEHNTEN [ADAR] GELESEN, WEDER FRÜHER NOCH SPÄTER. BEFESTIGTE STÄDTE1Mit einer Mauer umgebene Stadt (wohl von כרך umgeben), jed. wird כרך gewöhnl. in der Bedeutung Großstadt gebraucht., DIE IN DEN TAGEN JEHOŠUA͑S, DES SOHNES NUNS, MIT EINER MAUER UMGEBEN WAREN, LESEN SIE AM FÜNFZEHNTEN, DÖRFER UND GRÖSSERE STÄDTE LESEN SIE AM VIERZEHNTEN, NUR DASS DIE DÖRFER ZUM VORANGEHENDEN ZUSAMMENKUNFTSTAGE2Am Montag u. am Donnerstag, an denen in der Stadt die Gerichtssitzungen stattfanden, wurden auch die Märkte abgehalten, u. die Dörflinge kamen nach der Stadt, wo ihnen auch die Esterrolle vorgelesen wurde. VORGREIFEN.
כֵּיצַד: חָל לִהְיוֹת אַרְבָּעָה עָשָׂר בַּשֵּׁנִי — כְּפָרִים וַעֲיָירוֹת גְּדוֹלוֹת קוֹרִין בּוֹ בַיּוֹם, וּמוּקָּפוֹת חוֹמָה לְמָחָר. חָל לִהְיוֹת בַּשְּׁלִישִׁי אוֹ בָּרְבִיעִי — כְּפָרִים מַקְדִּימִין לְיוֹם הַכְּנִיסָה, וַעֲיָירוֹת גְּדוֹלוֹת קוֹרִין בּוֹ בַיּוֹם, וּמוּקָּפוֹת חוֹמָה לְמָחָר. ii UND ZWAR: FÄLLT DER VIERZEHNTE [ADAR] AUF EINEN MONTAG, SO LESEN SIE DIE DÖRFER UND GRÖSSEREN STÄDTE AN DIESEM TAGE UND DIE MIT EINER MAUER UMGEBENEN STÄDTE AM FOLGENDEN; FÄLLT ER AUF EINEN DIENSTAG, ODER EINEN MITTWOCH, SO GREIFEN DIE DÖRFER ZUM VORANGEHENDEN ZUSAMMENKUNFTSTAGE VOR, DIE GRÖSSEREN STÄDTE LESEN SIE AN DIESEM TAGE UND DIE MIT EINER MAUER UMGEBENEN STÄDTE AM FOLGENDEN;
חָל לִהְיוֹת בַּחֲמִישִׁי — כְּפָרִים וַעֲיָירוֹת גְּדוֹלוֹת קוֹרִין בּוֹ בַיּוֹם, וּמוּקָּפוֹת חוֹמָה לְמָחָר. חָל לִהְיוֹת עֶרֶב שַׁבָּת — כְּפָרִים מַקְדִּימִין לְיוֹם הַכְּנִיסָה, וַעֲיָירוֹת גְּדוֹלוֹת וּמוּקָּפוֹת חוֹמָה קוֹרִין בּוֹ בַיּוֹם. FÄLLT ER AUF EINEN DONNERSTAG, SO LESEN SIE DIE DÖRFER UND DIE GRÖSSEREN STÄDTE AN DIESEM TAGE UND DIE MIT EINER MAUER UMGEBENEN STÄDTE AM FOLGENDEN; FÄLLT ER AUF EINEN FREITAG, SO GREIFEN DIE DÖRFER ZUM VORANGEHENDEN ZUSAMMENKUNFTSTAGE VOR UND DIE GRÖSSEREN STÄDTE UND DIE MIT EINER MAUER UMGEBENEN STÄDTE LESEN SIE AN DIESEM TAGE;
חָל לִהְיוֹת בַּשַּׁבָּת — כְּפָרִים וַעֲיָירוֹת גְּדוֹלוֹת מַקְדִּימִין וְקוֹרִין לְיוֹם הַכְּנִיסָה, וּמוּקָּפוֹת חוֹמָה לְמָחָר. חָל לִהְיוֹת אַחַר הַשַּׁבָּת — כְּפָרִים מַקְדִּימִין לְיוֹם הַכְּנִיסָה, וַעֲיָירוֹת גְּדוֹלוֹת קוֹרִין בּוֹ בַיּוֹם, וּמוּקָּפוֹת חוֹמָה לְמָחָר. FÄLLT ER AUF EINEN ŠABBATH, SO GREIFEN DIE DÖRFER UND DIE GRÖSSEREN STÄDTE ZUM VORANGEHENDEN ZUSAMMENKUNFTSTAGE VOR UND DIE MIT EINER MAUER UMGEBENEN STÄDTE LESEN SIE AM FOLGENDEN TAGE; FÄLLT ER AUF DEN TAG NACH DEM ŠABBATH, SO GREIFEN DIE DÖRFER ZUM VORANGEHENDEN ZUSAMMENKUNFTSTAGE VOR, DIE GRÖSSEREN STÄDTE LESEN SIE AN DIESEM TAGE UND DIE MIT EINER MAUER UMGEBENEN STÄDTE AM FOLGENDEN.
גְּמָ׳ מְגִילָּה נִקְרֵאת בְּאַחַד עָשָׂר. מְנָלַן? מְנָלַן?! כִּדְבָעֵינַן לְמֵימַר לְקַמַּן: חֲכָמִים הֵקֵילּוּ עַל הַכְּפָרִים לִהְיוֹת מַקְדִּימִין לְיוֹם הַכְּנִיסָה, כְּדֵי שֶׁיְּסַפְּקוּ מַיִם וּמָזוֹן לַאֲחֵיהֶם שֶׁבַּכְּרַכִּים. GEMARA. DIE ESTERROLLE WIRD AM ELFTEN &C. GELESEN. Woher dies? – ‘Woher dies’, dies wie wir weiter erklären: die Weisen haben es für die Dörfer erleichtert, daß sie sie nämlich am vorangehenden Zusammenkunftstage vorgreifen dürfen, um ihre Brüder in den befestigten Städten mit Wasser und Nahrung versorgen zu können!? –
אֲנַן הָכִי קָאָמְרִינַן: מִכְּדִי כּוּלְּהוּ אַנְשֵׁי כְּנֶסֶת הַגְּדוֹלָה תַּקְּנִינְהוּ, דְּאִי סָלְקָא דַעְתָּךְ אַנְשֵׁי כְּנֶסֶת הַגְּדוֹלָה אַרְבָּעָה עָשָׂר וַחֲמִשָּׁה עָשָׂר תַּקּוּן — אָתוּ רַבָּנַן וְעָקְרִי תַּקַּנְתָּא דְּתַקִּינוּ אַנְשֵׁי כְּנֶסֶת הַגְּדוֹלָה? וְהָתְנַן: אֵין בֵּית דִּין יָכוֹל לְבַטֵּל דִּבְרֵי בֵּית דִּין חֲבֵירוֹ אֶלָּא אִם כֵּן גָּדוֹל מִמֶּנּוּ בְּחָכְמָה וּבְמִנְיָן. Wir meinen es wie folgt: merke, diese Tage wurden ja alle von den Männern der Großsynode festgesetzt, denn wenn du sagen wolltest, die Männer der Großsynode hätten nur den vierzehnten und den fünfzehnten festgesetzt, wieso könnten die Rabbanan kommen und eine Anordnung aufheben, die die Männer der Großsynode eingeführt haben, wir haben ja gelernt, ein Gerichtshof könne nicht die Worte eines anderen Gerichtshofes aufheben, es sei denn, daß er größer ist als jener an Weisheit und Zahl!?
אֶלָּא פְּשִׁיטָא כּוּלְּהוּ אַנְשֵׁי כְּנֶסֶת הַגְּדוֹלָה תַּקִּינוּ. הֵיכָא רְמִיזָא? Sicherlich haben also die Männer der Großsynode alle angeordnet: wo sind sie [in der Schrift] angedeutet?
אָמַר רַב שֶׁמֶן בַּר אַבָּא אָמַר רַבִּי יוֹחָנָן, אָמַר קְרָא: ״לְקַיֵּים אֵת יְמֵי הַפּוּרִים הָאֵלֶּה בִּזְמַנֵּיהֶם״, זְמַנִּים הַרְבֵּה תִּקְּנוּ לָהֶם. R. Šamen b. Abba erwiderte im Namen R. Joḥanans: Die Schrift sagt: 3Est. 9,31.um diese Purimtage zu ihren bestimmten Zeiten festzusetzen; sie haben also mehrere Zeiten festgesetzt. –
הַאי מִיבַּעְיָא לֵיהּ לְגוּפֵיהּ! אִם כֵּן לֵימָא קְרָא ״זְמַן״, מַאי ״זְמַנֵּיהֶם״ — זְמַנִּים טוּבָא. Dies ist ja an sich nötig!? – Es könnte ja Zeit heißen, wenn es aber Zeiten heißt, so deutet dies auf mehrere Zeiten. –
וְאַכַּתִּי מִיבְּעֵי לֵיהּ: זְמַנּוֹ שֶׁל זֶה לֹא כִּזְמַנּוֹ שֶׁל זֶה! אִם כֵּן, לֵימָא קְרָא ״זְמַנָּם״, מַאי ״זְמַנֵּיהֶם״ — שָׁמְעַתְּ מִינַּהּ כּוּלְּהוּ. Aber auch dies ist ja nötig, daß nämlich die Zeit dieser4Der offenen bezw. mit einer Mauer umgebenen Stadt. der Zeit jener4Der offenen bezw. mit einer Mauer umgebenen Stadt. nicht gleiche!? – Demnach sollte es zu ihrer Zeit heißen, wenn es aber Zeiten heißt, so ist hieraus beides zu entnehmen. –
אֵימָא זְמַנִּים טוּבָא! ״זְמַנֵּיהֶם״ דּוּמְיָא דִּ״זְמַנָּם״: מָה ״זְמַנָּם״ תְּרֵי — אַף ״זְמַנֵּיהֶם״ תְּרֵי. Vielleicht sind es viele Zeiten!? – Ihre Zeiten, wie ihre Zeit; wie unter ihre Zeit zwei zu verstehen sind, ebenso unter ihre Zeiten zwei. –
וְאֵימָא תְּרֵיסַר וּתְלֵיסַר? כִּדְאָמַר רַב שְׁמוּאֵל בַּר יִצְחָק: שְׁלֹשָׁה עָשָׂר זְמַן קְהִילָּה לַכֹּל הִיא, וְלָא צְרִיךְ לְרַבּוֹיֵי, הָכָא נָמֵי: שְׁלֹשָׁה עָשָׂר זְמַן קְהִילָּה לַכֹּל הִיא, וְלָא צְרִיךְ לְרַבּוֹיֵי. Vielleicht am zwölften und am dreizehnten!? – Wie R. Šemuél b. Jiçḥaq erklärt hat, der dreizehnte sei ohnehin für jede Gemeinde bestimmt5Da an diesem das Wunder geschah. und brauche nicht besonders einbegriffen zu werden, ebenso ist auch hierbei [zu erklären], der dreizehnte ist ohnehin für jede Gemeinde bestimmt, und braucht nicht besonders einbegriffen zu werden. –
וְאֵימָא שִׁיתְּסַר וְשִׁיבְסַר! ״וְלֹא יַעֲבוֹר״ כְּתִיב. Vielleicht am sechzehnten und am siebzehnten!? – Es heißt: 6Est. 9,27.und nicht versäumten.
וְרַבִּי שְׁמוּאֵל בַּר נַחְמָנִי אָמַר, אָמַר קְרָא: ״כַּיָּמִים אֲשֶׁר נָחוּ בָהֶם הַיְּהוּדִים״. ״יָמִים״, ״כַּיָּמִים״ — לְרַבּוֹת אַחַד עָשָׂר וּשְׁנֵים עָשָׂר. R. Šemuél b. Naḥmani erklärte: Die Schrift sagt: 7Ib. V. 22.wie an den Tagen, an denen die Juden Ruhe fanden; ‘wie an den Tagen’, dies schließt den elften und den zwölften8Vom 14. u. 15. wird vorher ausdrücklich gesprochen. ein. –
וְאֵימָא תְּרֵיסַר וּתְלֵיסַר! אָמַר רַב שְׁמוּאֵל בַּר יִצְחָק: שְׁלֹשָׁה עָשָׂר זְמַן קְהִילָּה לַכֹּל הִיא, וְלָא צְרִיךְ לְרַבּוֹיֵי. וְאֵימָא שִׁיתְּסַר וְשִׁיבְסַר! ״וְלֹא יַעֲבוֹר״ כְּתִיב. Vielleicht am zwölften und am dreizehnten!? R. Šemuél b. Jiçḥaq erwiderte: Der dreizehnte ist ohnehin für jede Gemeinde bestimmt und braucht nicht besonders einbegriffen zu werden. – Vielleicht am sechzehnten und am siebzehnten!? – Es heißt: und nicht versäumen. –
רַבִּי שְׁמוּאֵל בַּר נַחְמָנִי מַאי טַעְמָא לָא אָמַר מִ״בִּזְמַנֵּיהֶם״? ״זְמַן״ ״זְמַנָּם״ ״זְמַנֵּיהֶם״ לָא מַשְׁמַע לֵיהּ. Weshalb entnimmt es R. Šemuél b. Naḥmani nicht aus [dem Worte] Zeiten!? – [Die Unterscheidung von] Zeit, ihre Zeit und Zeiten leuchtet ihm nicht ein. –
וְרַב שֶׁמֶן בַּר אַבָּא מַאי טַעְמָא לָא אָמַר מִ״כַּיָּמִים״? אָמַר לָךְ: הָהוּא לְדוֹרוֹת הוּא דִּכְתִיב. Weshalb entnimmt es R. Šamen b. Abba nicht aus [den Worten] wie an den, Tagen!? – Er kann dir erwidern: dies deutet darauf, daß es auch in Zukunft erfolge.
אָמַר רַבָּה בַּר בַּר חָנָה אָמַר רַבִּי יוֹחָנָן: זוֹ דִּבְרֵי רַבִּי עֲקִיבָא סְתִימְתָּאָה, דְּדָרֵישׁ ״זְמַן״ ״זְמַנָּם״ ״זְמַנֵּיהֶם״, אֲבָל חֲכָמִים אוֹמְרִים: אֵין קוֹרִין אוֹתָהּ אֶלָּא בִּזְמַנָּהּ. Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Dies ist die Ansicht des Anonymus R. A͑qiba, der [die Ausdrücke] Zeit, ihre Zeit und Zeiten zur Forschung verwendet, die Weisen aber sagen, man lese sie nur zur festgesetzten Zeit.
מֵיתִיבִי, אָמַר רַבִּי יְהוּדָה: אֵימָתַי — בִּזְמַן שֶׁהַשָּׁנִים כְּתִיקְנָן וְיִשְׂרָאֵל שְׁרוּיִין עַל אַדְמָתָן, אֲבָל בִּזְמַן הַזֶּה, הוֹאִיל וּמִסְתַּכְּלִין בָּהּ — אֵין קוֹרִין אוֹתָהּ אֶלָּא בִּזְמַנָּהּ. Man wandte ein: R. Jehuda sagte: Dies nur dann9Können die Dörfer mit dem Lesen vorgreifen., wenn die Jahre normal sind und Jisraél auf seinem Boden10Die Feste werden dann jedesmal vom Gerichte festgesetzt.wohnt, in der Jetztzeit aber, wo alle sich danach11Zur Zeit des Tempels wurden die Neumonde u. die Feste durch das Gericht festgesetzt; in der Jetztzeit aber, wo die Feste nach kalend. Berechnung festgesetzt werden, könnte daraus eine Verwirrung entstehen, indem man, falls das Purimfest zu früh gefeiert wird, auch das Pesaḥfest zu früh feiern würde.richten, lese man sie nur zur festgesetzten Zeit.
רַבִּי יְהוּדָה אַלִּיבָּא דְמַאן? אִילֵימָא אַלִּיבָּא דְּרַבִּי עֲקִיבָא — אֲפִילּוּ בִּזְמַן הַזֶּה אִיתָא לְהַאי תַּקַּנְתָּא! Nach wem sagte R. Jehuda dies, wollte man sagen nach R. A͑qiba, so gilt dies ja nach ihm auch in der Jetztzeit12RA. lebte nach der Zerstörung des Tempels.,
אֶלָּא לָאו, אַלִּיבָּא דְרַבָּנַן, וּבִזְמַן שֶׁהַשָּׁנִים כְּתִיקְנָן וְיִשְׂרָאֵל שְׁרוּיִין עַל אַדְמָתָן — מִיהָא קָרֵינַן, תְּיוּבְתָּא דְּרַבִּי יוֹחָנָן תְּיוּבְתָּא. doch wohl nach den Rabbanan, und nach diesen liest man sie, wenn die Jahre normal sind und Jisraél auf seinem Boden wohnt, wohl [an mehreren Tagen]!? Dies ist eine Widerlegung R. Jehudas. Eine Widerlegung.
אִיכָּא דְּאָמְרִי: אָמַר רַבָּה בַּר בַּר חָנָה אָמַר רַבִּי יוֹחָנָן: זוֹ דִּבְרֵי רַבִּי עֲקִיבָא סְתִימְתָּאָה, אֲבָל חֲכָמִים אָמְרוּ: בִּזְמַן הַזֶּה, הוֹאִיל וּמִסְתַּכְּלִין בָּהּ — אֵין קוֹרִין אוֹתָהּ אֶלָּא בִּזְמַנָּהּ. Manche lesen: Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Dies ist die Ansicht des Anonymus R. A͑qiba, die Weisen aber sagen, in der Jetztzeit, wo alle sich danach richten, lese man sie nur zur festgesetzten Zeit.
תַּנְיָא נָמֵי הָכִי, אָמַר רַבִּי יְהוּדָה: אֵימָתַי — בִּזְמַן שֶׁהַשָּׁנִים כְּתִיקְנָן וְיִשְׂרָאֵל שְׁרוּיִין עַל אַדְמָתָן, אֲבָל בִּזְמַן הַזֶּה, הוֹאִיל וּמִסְתַּכְּלִין בָּהּ — אֵין קוֹרִין אוֹתָהּ אֶלָּא בִּזְמַנָּהּ. Ebenso wird auch gelehrt: R. Jehuda sagte: Dies nur dann, wenn die Jahre normal sind und Jisraél auf seinem Boden wohnt, in der Jetztzeit aber, wo alle sich danach richten, lese man sie nur zur festgesetzten Zeit.
רַב אָשֵׁי קַשְׁיָא לֵיהּ דְּרַבִּי יְהוּדָה אַדְּרַבִּי יְהוּדָה, R. Aši wies auf einen Widerspruch hin, in welchem R. Jehuda sich befindet